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MASCH - Marxistische Abendschule Hamburg. Forum für Politik und Kultur e.V. ||||
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Veranstaltungen im Wintersemester 2oo9


Workshop
„Abstrakt menschliche Arbeit“

Die Veranstaltung wird von Seiten der MASCH lediglich moderiert, da sie grundsätzlich den Charakter einer offenen Diskussion haben soll, in der jeder Teilnehmer seine Einsichten, Fragen, Probleme vorbringen kann.
Ausgangspunkt sollte auf abstrakt allgemeine Weise eine kurze Verständigung über die „gesellschaftliche Arbeit“ im umfassenden Sinne sein, so wie sie als Verhalten der Menschen zueinander und zur Natur Gegenstand der drei Bände des Kapitals ist. Diese umfassende Bedeutung wird deutlich, wenn man bedenkt, dass sie das grundlegende entscheidende Vermittlungsglied zwischen Natur und Mensch bzw. zwischen Natur und Gesellschaft ist, und dass ihre Erkenntnis in der entwickelten kapitalistischen Form die Basis für das Verständnis der fundamentalen Rolle abgibt, die sie in der Entstehung und Entwicklung des Menschen spielt.
Ziel der Diskussion soll das Verständnis der "abstrakt menschlichen Arbeit" als gesellschaftlich allgemeine Form der konkret nützlichen Arbeiten sein. Zu diesem Zweck sollen die unten aufgeführten "Weisen von Arbeit" besprochen werden, zu deren Verständnis die angegebenen Textpassagen aus Werken von Karl Marx dienen können.

  • "Gesellschaftliche Arbeit"
  • "Konkret nützliche Arbeit" im Kapital (MEW 23, S.52 ff. und passim)
  • "Arbeit sans phrase", "ewig gültiger Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur" in den "Grundrissen" (Methodenkapitel, Übergang vom Geld ins Kapital; Marx an Engels, 8. Jan. 1868, MEW 32, S. 11. und im Kapital (MEW 23, S. 192 ff 1. Arbeitsprozess)
  • "abstrakt menschliche Arbeit" als gesellschaftlich allgemeine Form der konkret nützlichen Arbeiten mit Überlegungen zur "gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit"; MEW 23, S. 52ff. MEW 23, S. 72f.
  • "Einfache Arbeit" als gesellschaftliche Durchschnittsarbeit im Kapital (MEW 23, S. 56ff.) in Verbindung mit Überlegungen zur "gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit".
  • "Mechanische, monotone, inhaltsarme Arbeit"
  • "Allgemeine Arbeit" oder wissenschaftliche Arbeit.
  • "Lohnarbeit"

Extradiskussionspunkt: Warum konnte Aristoteles mit seiner „Erforschung der Wertform“ die „abstrakt menschliche Arbeit“ noch nicht erkennen?

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Termin: Freitag, 13.11.2oo9, 17.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, WIWI Bunker, Von-Melle-Park 5, EG, Raum oo77


MASCH-Tagung
Charles Darwin und der wissenschaftliche Sozialismus
Zum 15o-jährigen Erscheinen von Darwins ‚Entstehung der Arten’

Den Ankündigungstext sowie das Programm finden Sie auf:

http://darwin.masch-hamburg.de

Termin: Samstag, 14.11.2oo9, 1o bis 18 Uhr
Ort: Hauptgebäude der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Flügelbau West, 2. Stock, Raum 221
Anfahrt: Bahnhof Hamburg Dammtor (Fernbahn, S-Bahn), Ausgang Nord (Theodor-Heuss-Platz / Edmund-Siemers-Allee)


Gerhard Stapelfeldt
Krieg der Natur - Krieg der Gesellschaft
Die neoliberale Rückübersetzung Darwinscher Theoreme in die Gesellschaftstheorie

Wie Galilei die Wissenschaft der Astronomie, so hat Darwin die Wissenschaft von der Biologie entmythologisiert, von christlicher Dogmatik emanzipiert. Diesen Fortschritt bürgerlicher Aufklärung hat Engels gewürdigt, als er Darwins Theorie der Naturgeschichte neben Marx' Philosophie der Gesellschaftsgeschichte stellte. Darwin hat aber diese Aufklärung geleistet, indem er paradox wesentliche Lehrstücke der englischen Sozialphilosophie, der Gegenaufklärung von Malthus und auch Burke, in die Wissenschaft vom Leben übersetzte. Deshalb ließen sich Darwins Theoreme nicht nur in die Gesellschaftstheorie rückübersetzen, sondern näher in reaktionäre Theoreme der bürgerlichen Politischen Ökonomie. Die neueste Rückübersetzung hat der Neoliberalismus geleistet: Hayek hat Darwins Theorie eines 'Krieges der Natur' in seine Wettbewerbstheorie, Darwins Evolutionstheorie in seine Entwicklungstheorie übersetzt.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Referent: Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt (Hamburg)
Termin: Freitag, 2o.11.2oo9, 18:3o Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1, Pferdestall, 1. Stock, Raum 138


Workshop
Aspekte der Kapital-Lektüre

Dieser Workshop dient dem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer der verschiedenen "Kapital"-Kurse, die die MASCH seit Jahren anbietet. Dabei stehen diesmal nicht direkt die Inhalte des "Kapital" im Vordergrund, sondern es sollen die verschiedenen Aspekte und Ebenen beleuchtet werden, die im "Kapital" und damit auch in den entsprechenden Lektürekursen eine Rolle spielen (könnten).
Geplant sind Thesen oder kurze Referate zu einzelnen Aspekten der Kapitallektüre und der Kapitalinterpretation wie Aufbau des "Kapitals", Abstraktionsebenen, Verhältnis Logisches-Historisches, soziale Rollen und Klassen im "Kapital". Dabei ist durchaus gewünscht, eigene Positionen vorzustellen. Anschließend soll dazu jeweils diskutiert werden, mit dem Ziel, Kriterien für eine differenzierte „Kapital“-Lektüre zu erarbeiten.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Kontakt: Ulf Brandenburg (Tel. o4o 316 334)
Termin: Samstag, 23.o1.2o1o, 14-18 Uhr
Ort: Universität Hamburg, WIWI Bunker, Von-Melle-Park 5, EG, Raum 0077


Hanning Voigts
Entkorkte Flaschenpost

Die deutsche Student_innenbewegung der späten 196oer Jahre trat mit dem Anspruch auf, die bürgerliche Gesellschaft revolutionär verändern zu wollen. Zumindest in Berlin und Frankfurt gewann im SDS dabei auch die Kritische Theorie orientierenden Einfluss, die damals besonders Theodor W. Adorno in Frankfurt und Herbert Marcuse in San Diego (USA) vorantrieben. Die Kritische Theorie, die Adorno zufolge im Exil dazu gezwungen worden war, sich auf das Absenden einer "Flaschenpost" zu beschränken, war nun mit aktiven Nachfolger_innen konfrontiert, die nach eigener Aussage die revolutionäre Praxis zur Kritischen Theorie suchten. Im Vortrag sollen die unterschiedlichen Reaktionen Adornos und Marcuses auf die Student_innenbewegung dargestellt und analysiert werden. Ziel ist es, in Hinblick auf die theoretische und politische Position beider Denker in den späten sechziger Jahren zu erklären, warum Marcuse die Protestbewegung so begeistert begrüßte, während Adorno sich immer mehr der Kritik des studentischen Aktionismus zuwendete. Im weiteren geht es einerseits um die Kritische Theorie, ihr politisches Selbstverständnis und ihr Verhältnis zu den Protestbewegungen der späten 196oer Jahre, andererseits wird in Rezeption der damaligen Debatten grundsätzlicher darüber nachgedacht, wie sich eine kritische Theorie der Gesellschaft gegenüber radikalen Protestbewegungen verhalten kann. Mit Adornos und Marcuses Ausführung liegen für diese Fragestellung gleichsam zwei Extrempositionen vor, von denen keine - so die These des Referenten - als die "richtige" bezeichnet werden kann. Vielmehr zeigt der Streit zwischen den beiden Denkern, dass alle Überlegungen etwa zum Verhältnis zu Theorie und Praxis falsch bleiben müssen, solange die gesellschaftlichen Verhältnisse die falschen sind. Daher verspricht eine Reflexion über die Beschränktheit jeder eindeutigen Stellungnahme mehr Erkenntnisgewinn, als es eine jede Positionierung könnte.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Referent: Hanning Voigts (Hamburg)
Termin: Freitag, o5.o2.2o1o, 18:oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1, Pferdestall, 1. Stock, Raum 138


„Jour fixe“

Unser regelmässiges Treffen zum Kennenlernen der MASCH. Hier diskutieren und klönen wir und besprechen die Inhalte unseres nächsten MASCH-Programms.
Wer Lust hat, mitzuklönen oder mitzumachen, kommt einfach vorbei.

Kontakt: Ulf Brandenburg (Tel. o4o 316 334)
Termin: jeden 2. Dienstag im Monat, 19 h - 2o h (1o.11.o9, o8.12.o9, 12.o1.1o, o9.o2.1o, o9.o3.1o, 13.o4.1o)
Ort: „Konsum", Stresemannstrasse 13, 22769 Hamburg


Hinweise:
Tagung: Religionskritik & Gesellschaftstheorie. 7./8. Mai 2010, Hannover
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MASCH-Tagung: Darwin und der wissenschaftl. Sozialismus, 14. Nov. in Hamburg
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