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MASCH - Marxistische Abendschule Hamburg. Forum für Politik und Kultur e.V. ||||
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Veranstaltungen im Winter 2o11/12


Martin Kersting
Ein Mordsweib
Das historische Vorbild der Brunhild aus dem Nibelungenlied

Ilias oder Beowulf, Igor- oder Nibelungenlied – alle großen epischen Dichtungen gemeinsam ist, dass in ihnen Mord, Totschlag und Vergewaltigung, Verrat und Betrug die zentralen Themen sind. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum sie im 19. Jahrhundert zu Nationalepen deklariert wurden. Die Epen sind in der Regel ein poetischer Reflex von Umbruchzeiten der Geschichte. Das Nibelungenlied macht da keine Ausnahme. Seine Stoffe stammen aus der Spätantike, als die mittelalterliche Feudalgesellschaft im Entstehen war.
Die Merowingerkönigin Brunichildis (ca.545 – 613), historisches Vorbild der Brunhild aus dem Nibelungenlied, mordet in vier Generationen ihrer eigenen Sippe. An ihrem zwar extremen, jedoch nicht atypischen Beispiel soll ein kleiner Einblick in die Problematik der „dark ages“, wie die angelsächsische Forschung doppeldeutig die Zeit zwischen Konstantin und Karl nennt, gegeben werden.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Referent: Dr. Martin Kersting (Hamburg)
Termin: Freitag, 25.11.2o11, 18.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1, Pferdestall, 2. Stock, Raum 245


Reihe: Ökonomie des Sozialismus*
Heinrich Harbach: Wirtschaft ohne Markt

Sozialistische Marktwirtschaft – gesellschaftliche Alternative oder ökonomische Sackgasse?

In seinem Buch geht es Heinrich Harbach darum, ökonomische und politische Alternativvorstellungen für einen Übergang zu einer sozialistischen Gesellschaft zu entwickeln. Wenn man eine Gesellschaftsstruktur, hier die kapitalistische Produktionsweise, als allgemeines, warenproduzierendes System theoretisch erfasst, dann ist dies ein organisches, sich entwickelndes Gesamtsystem, welches nicht in dieser Komplexität in die Welt gesetzt wird und auch nicht mit einem Schlag (sprich: Revolutionsakt) wieder verschwindet. Um es als System in den Griff zu bekommen, muss man es in seinen strukturellen Zusammenhängen darstellen, da nur so sich die Auflösungs- und Ablösungspunkte bestimmen lassen, die den Übergang zu einem neuen System der gesellschaftlichen Arbeit bilden.
Die Anhänger der sozialistischen Marktwirtschaft versuchen Teile des alten Systems, z. B. die Warenzirkulation, für ein angeblich neues System funktionabel zu machen. Die Warenzirkulation wird dann zum technischen Vermittlungsmedium und ihrer gesellschaftlichen Funktionen beraubt. Der Zusammenhang des Gesamtreproduktionsprozesses als Verwertungsprozeß des Werts wird hiermit negiert. Es gibt zwar vorkapitalistisch Warenzirkulation ohne Warenproduktion weil sich das System erst entwickelt und nur in partiellen Funktionen, bruchstückhaft existiert; dass geht aber nicht mehr in der Auflösungsphase dieses komplexen Systems. Mit der vollen Ausbildung des Systems der Warenproduktion müssen sich Warenzirkulation und Warenproduktion als Teil eines nur als Ganzes funktionierenden Gesellschaftskörpers verhalten und können daher nur - zumindest in Teilbereichen - komplett substituiert und durch einen neuen Zusammenhang ersetzt werden. Ist aber die Stellung der Wertformen völlig ungeklärt und theoretisch falsch eingeordnet, führt dies in der praktischen Umsetzung zwangsläufig zu Fehlentwicklungen und in der Folge in eine ökonomische Sackgasse.

Heinrich Harbach wird am Freitag in die Thematik seines Buches mit einem Vortrag einführen. Die anschließende Diskussion kann am Samstag in einem Workshop vertieft werden. Das Buch „Wirtschaft ohne Markt - Transformationsbedingungen für ein neues System der gesellschaftliche Arbeit“ ist im Dietz Verlag, Berlin, erschienen.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Diskussionsveranstaltung
Referent: Heinrich Harbach (Berlin)
Termin: Freitag, o2.12.2o11, 18:oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 245

Workshop mit Heinrich Harbach
Termin: Samstag, o3.12.2o11, 1o-14 Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 245

* Veranstaltungsreihe: Ökonomie des Sozialismus:
Die MASCH plant für das Jahr 2013 einen Kongress zum Thema „Ökonomie des Sozialismus“. In Vorbereitung dazu werden wir in den nächsten zwei Jahren in lockerer Folge einige Veranstaltungen zu dem Thema durchführen oder auf entsprechende Veranstaltungen anderer MASCHs hinweisen. Wir beginnen die Reihe mit einer Buchvorstellung.


„Jour fixe“ der MASCH

Unser (un)regelmäßiges Treffen zum Kennenlernen der MASCH und für Informationen über unser Programm. Wer Lust hat, schaut einfach mal vorbei.

Kontakt: Ulf Brandenburg (Tel. o4o / 316 334)
Termin: unregelmäßig am 2. Dienstag im Monat, 18-19 Uhr (18.1o.2o11, o8.11.2o11, 13.o3.2o12, 1o.4.2o12)
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o2



Hinweise
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