Lektürekurs Klaus Holzkamp: „Grundlegung der Psychologie“ (Neu)
In der 1983 veröffentlichten „Grundlegung der Psychologie“ unternimmt Klaus Holzkamp (1927-1995) den Versuch, eine Kritische Psychologie auf der Grundlage einer marxistischen Gesellschaftstheorie und Philosophie zu begründen. Ausgehend von der Kritik an Konzepten der traditionellen Psychologie wird ein differenziertes Begriffssystem entwickelt, das den Anspruch hat, den realen Zusammenhang zwischen Naturgeschichte, gesellschaftlicher Produktion von Lebensbedingungen und individueller Existenz des Menschen abzubilden. Diese Grundbegriffe sollen einer Analyse von subjektiven Problemen vom Standpunkt der Betroffenen unter Berücksichtigung psychischer, sozialer und gesellschaftlicher Momente dienen. Damit soll eine „soziale Selbstverständigung über Handlungsbegründungen“ ermöglicht werden. Wichtig ist hierbei, die jeweils historisch-spezifischen Macht- und Herrschaftsverhältnisse, die sich individuell als Einschränkung personaler Handlungsfähigkeit konkretisieren, einzubeziehen. Es soll im Blick behalten werden, dass diese von Menschen geschaffen und damit veränderbar sind.
Wir möchten die „Grundlegung der Psychologie“ ab dem Wintersemester 2011/12 gemeinsam lesen, die Inhalte erarbeiten und uns interessierende Themen diskutieren. Wir starten am 20.10. mit einer Auftaktveranstaltung im Raum 3016, Von-Melle-Park 5 ("WiWi-Bunker", 3. Stock) um 19:00 Uhr. Hier sollen die Inhalte des Werks kurz umrissen und organisatorische Fragen abgesprochen werden.
Ein Lektürekurs des AK Kritische Psychologie / FSR Psychologie
Kontakt: Kritische Psychologie Hamburg,
Termin: jeden Donnerstag, ab 2o.1o.2o11, 19.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker), 3. Stock, Raum 3o16
Lektürekurs Karl Marx und die Moral (Neu)
Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse spotten jeglicher Moral – oder? Sind die gesellschaftlichen Verhältnisse deshalb zu kritisieren? Wenn nicht, warum gibt es dann das sich ausbreitende Unbehagen, die sich ausbreitende Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft? Worin gründet die Empörung, das Unbehagen, die Unsicherheit und Angst angesichts dessen, was um uns geschieht? Woher beziehen wir das Recht, das was geschieht zu kritisieren? Ist das Prinzip, das diese Gesellschaft im Innersten zusammenhält, nicht rational, nicht in sich zwingend und nachvollziehbar? Heißt es nicht in der Werbung – im Hinblick auf das damit verbundene neue Lebensgefühl - “jetzt/erst komm ICH“, „Geiz ist geil“, „ich bin doch nicht blöd“ „it's fun“ und „we love to entertain you“? Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht, wonach es keiner moralischen Implikationen bedarf, um eine rational fundierte Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen zu formulieren, soll in dieser Veranstaltung der Frage nachgegangen werden, ob es in den Schriften von Karl Marx nicht doch solche, für seine Theorie konstitutiven Elemente, die in der Tradition der Philosophie gründen, gibt. Die Auswahl der Texte, die gelesen werden, wird zu Beginn besprochen.
Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.
Kontakt: Michael Löbig,
Termin: jeden Donnerstag, ab 27.1o.2o11, 19.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o2
Lektürekurs David Ricardo: „Grundsätze der Politischen Ökonomie“ (Neu)
Die klassische politische Ökonomie charakterisiert Marx im „Kapital“ als diejenige, „die den innern Zusammenhang der bürgerlichen Produktionsverhältnisse erforscht“ (MEW 23: 95, Fn.32). Als deren letzter Vertreter kann der englische Ökonom und Börsenmakler David Ricardo (1772-1823) gelten. Im Jahr 1817 erschienen dessen Hauptwerk „Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung“ erstmalig. In den „Grundsätzen…“ findet sich u.a. eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Werttheorie von Adam Smith. Ricardo gilt nach Marx als der „Vollender der klassischen politischen Ökonomie“ (MEW 13: 46), weil er die Bestimmung des Werts der Ware durch die Arbeitszeit am reinsten formuliert. Gleichwohl beschränkt sich Ricardos Analyse der Ware auf die Wertgröße und schreitet nicht zur Wertform fort, sondern behandelt sie „als etwas ganz Gleichgültiges oder der Natur der Ware selbst Äußerliches“ (MEW 23: 95, Fn. 32). In der Voraussetzung der historisch-spezifischen Qualität des Werts indessen steckt ein Umschlag von Aufklärung über gesellschaftliche Verhältnisse in Dogmatismus. Die Voraussetzung der Wertform korrespondiert mit der unhinterfragten Voraussetzung und Geltung der bürgerlichen Produktionsweise. Ricardo treibt, so Marx, die bürgerliche Wissenschaft der politischen Ökonomie bis an deren Grenze, die erst durch deren Kritik überschritten werden könne.
Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.
Kontakt: Benjamin Schwenke,
oder Paul Stegemann,
Termin: jeden 2. + 4. Montag im Monat, ab 24.1o.2o11, 19.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o1
Lektürekurs Karl Marx: „Das Kapital“, Band 1 (Fortsetzung mit dem 5. Kapitel)
Im Sommersemester 2011 startete die MASCH erneut mit einem Kapital-Kurs. Nachdem wir mit Marx in en ersten drei Kapiteln die Warenform der Gebrauchswerte als Grundlegung der bürgerlichen Gesellschaft untersucht haben, geht es nun um die Weiterentwicklung des Werts in der Form des Kapitals. Dabei arbeitet Marx das Kapitalverhältnis als ökonomischen Kern der modernen bürgerlichen Gesellschaftsordnung heraus.
Wir beginnen mit dem 5. Kapitel „Arbeitsprozeß und Verwertungsprozeß“, lesen und diskutieren wie gewohnt gemeinsam den Text. Neueinsteiger sind herzlich willkommen, sollten aber die ersten vier Kapitel gelesen haben.
Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.
Kontakt: Ulf Brandenburg (Tel. o4o/316 334)
Termin: jeden Mittwoch, ab 26.1o.2o11, 19.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o7
Lektürekurs Karl Marx: „Das Kapital“, Band 2 (Neu)
Um die Gesellschaft, in der wir leben, zu begreifen, ist die Kritik der politischen Ökonomie nach wie vor unabdingbar. Im ersten Band des "Kapital" über den "Produktionsprozess des Kapitals" wird jedoch nicht mehr als der Grundstein der Theorie der kapitalistischen Produktionsweise gelegt, zahlreiche wesentliche Elemente des Kapitalismus werden dort nicht systematisch entwickelt. In diesem Kurs wollen wir uns den selten gelesenen zweiten Band des marxschen Hauptwerks erarbeiten, der sich mit dem "Zirkulationsprozess des Kapitals" befasst. Für die Teilnahme ist die Kenntnis des ersten Bandes Voraussetzung.
Ausgabe: Marx-Engels-Werke, Bd. 24. (Dietz Verlag)
Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.
Kontakt:
Termin: Montags, ab 24.1o.2o11, 18.3o Uhr, zwei-wöchentlich
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o2
Lektürekurs Karl Marx: „Das Kapital“, Band 3 (Neu)
Während sich der erste Band des „Kapital“ mit dem Produktionsprozess des Kapitals beschäftigt, der zweite Band dann mit dem Zirkulationsprozess fortgeführt wird, zeigt Marx im dritten Band, wie aus der Einheit der bisher behandelten Kategorien des Kapitals die ökonomischen Formen sich entwickeln, die uns an der Oberfläche der Gesellschaft begegnen.
Wer mitlesen und -diskutieren will, ist herzlich eingeladen. Eine gewisse Kenntnis der vorausgegangenen "Kapital"-Inhalte wird vorausgesetzt.
Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.
Kontakt: Ansgar Knolle-Grothusen,
Termin: jeden Mittwoch, ab 26.1o.2o11, 19.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o2