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MASCH - Marxistische Abendschule Hamburg. Forum für Politik und Kultur e.V. ||||

Lektürekurse im Sommer 2o13


NEU: Lektürekurs Karl Marx: „Das Kapital“, Band 1

In Zeiten der Krise wird die Vorherrschaft der ökonomischen Interessen durch die gesellschaftspolitische Praxis belegt; dazu reicht der einfache Blick in die Medien. Wer jedoch die grundlegende Funktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft begreifen möchte, kommt an der Lektüre von Karl Marx „Das Kapital. Kritik der Politischen Ökonomie“ nicht vorbei. Die kapitalistische Produktionsweise ist, nach Marx, nur adäquat als Krisenzusammenhang zu begreifen. Der Kritik der Politischen Ökonomie geht es um das theoretische Begreifen des „ökonomischen Bewegungsgesetzes der modernen Gesellschaft“ (MEW 23: 15), um letztlich eine bewusste Veränderung der bewusstlos produzierten gesellschaftlichen Praxis zu erwirken. Gleichzeitig kann Marx darlegen, dass die bürgerlichen Subjekte unbewusst in den Denkformen dieser Gesellschaftsform gefangen sind – weshalb der Blick in die Medien oder auch in die ökonomische Theorie gerade nicht ausreicht. Deshalb ist die Kritik der politischen Ökonomie als immanente Theorie-Kritik der klassischen ökonomischen Wissenschaft konzipiert: als Reflexion auf die gesellschaftlich-unbewussten Voraussetzungen und Kritik des ideologischen Bewusstseins. Die gesellschaftliche Bewusstlosigkeit aufzuklären, ist die theoretische als auch praktische Intention von Marx.

Wir beginnen diesen Kurs neu. Vorkenntnisse sind nicht notwendig; sinnvoll ist die Anschaffung einer Ausgabe von „Das Kapital“, Band 1 (Marx-Engels-Werke Band 23, Dietz Verlag, oder textidentisch).

Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.

Kontakt: Paul Stegemann, 
Termin: jeden Donnerstag, ab 18.o4.2o13, 12.15 Uhr
Ort: Universität Hamburg, WIWI Bunker, Von-Melle-Park 5, 3. Stock, Raum 3o17



NEU: Lektürekurs Karl Marx: „Das Kapital“, Band 2

Zurzeit lesen wir noch in den letzten Kapiteln vom „Kapital“ Band 1 („Der Produktionsprozeß des Kapitals“). Im Lauf des Sommersemesters beginnen wir dann, den 2. Band des „Kapital“ („Der Zirkulationsprozeß des Kapitals“) gemeinsam neu zu lesen und zu diskutieren.

Die letzten Kapitel des 1. Bandes des „Kapital“ beschäftigen sich mit dem Wachstum (Akkumulation) des Kapitals auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Hier zeigt Marx den Einfluss der kapitalistischen Akkumulation auf „das Geschick der Arbeiterklasse“ (Bd. 1, S. 640) auf. In dem Kapitel über die „sogenannte ursprüngliche Akkumulation“ wird dann die Vorgeschichte des Kapitalverhältnisses anhand der englischen Geschichte analysiert. Er entwickelt, wie einerseits eine vorkapitalistische Kapitalakkumulation stattfand und wie andererseits die doppelt freien Lohnarbeiter produziert wurden. Man sieht, dass die Gewaltgeschichte der vorbürgerlichen Gesellschaften in der bürgerlichen-kapitalistischen Gesellschaft in veränderter Form – als strukturelle Gewalt – fortexistiert.

Der 2. Band des „Kapital“ berücksichtigt neben der Produktion dann auch die Zirkulation des Kapitals (z.B. die Verkaufszeit). Marx studiert die Form des vollständigen Kreislaufs der Einzelkapitale, insbesondere das Verhältnis von Warenbewegung und Kapitalbewegung, sowie die Konsequenzen neuer Formen des Kapitals, die sich aus der Zirkulation ergeben. Er untersucht detailliert Mehrwertproduktion, Wertproduktion bzw. Wertübertragung im Laufe des Kapitalkreislaufes. Abschließend wird das Kapital wieder auf der Ebene der Gesamtgesellschaft untersucht, diesmal unter Berücksichtigung des Zirkulationsprozesses.
Die Weiterentwicklung des Kapitalsbegriffs im Band 2 des „Kapital“ ist insbesondere wichtig für die Krisentheorie.

Neueinsteiger sind herzlich willkommen, sollten aber über Grundkenntnisse des ersten Bandes verfügen.

Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.

Kontakt: Ulf Brandenburg, Tel. 040/316 334
Termin: jeden Mittwoch, ab 17.o4.2o13, 18.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o2



NEU: Lektürekurs Karl Marx: „Das Kapital“, Band 3

Nachdem Marx im ersten Band des „Kapital“ den Produktionsprozess aus der Perspektive des einzelnen Kapitals betrachtet und im zweiten Band den Zirkulationsprozess behandelt hat, widmet er sich im dritten Band – Produktion und Zirkulation zusammenfassend – dem „Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion“. Marx entwickelt darin die Formen des Kapitals, wie sie den Agenten der Produktion erscheinen. Deutlich wird dabei eine zunehmende Selbst-Mystifizierung des Kapitalismus. In Phänomenen wie Kostpreis, Zins, Grundrente wird die Natur des Mehrwerts mehr und mehr verhüllt.

Ausgabe: Marx-Engels-Werke, Bd. 25. (Dietz Verlag)

Interessenten für diesen Kurs melden sich bitte per E-Mail an.

Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.

Kontakt:
Termin: jeden Dienstag, ab 16.o4.2o13, 18.3o Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o2



Lektürekurs Karl Marx: „Das Kapital“, Band 1 (Fortsetzung mit dem 12. Kapitel)

Trotz einer Kritik des Kapitalismus und der mit ihm verbundenen gesellschaftlichen Entwicklung, selbst aus dem konservativen Lager (Schirrmacher, vgl. Der Spiegel 7/2013; Die Zeit 14.02.2013), wird sich – dies lässt sich ohne Schwierigkeiten prognostizieren – an der Richtung des so genannten „Fortschritts“ nichts ändern. Die Reden von der „Zivilgesellschaft“ etc. sind verstummt; gelegentlich sehen sogar ehemals eifrige Vertreter der „bürgerlichen Demokratie“ diese durch den Primat der Ökonomie gegenüber der Politik, wegen der damit verbundenen sozialen Konsequenzen für die Menschen weltweit, in Gefahr. Das System der Verwertung von Wert – und dies kennzeichnet kapitalistische Produktionsweise – hat sich in Gestalt des „Unterm Strich zähl ich“ in den Köpfen der Menschen eingenistet und damit zu einer autokratischen Herrschaftsform aufgeschwungen.

Doch trotz aller „Ängste“ um die „Demokratie“ und mit der Entwicklung verbundenen sozialen Verwerfungen wird an geplanten Sparmaßnahmen von Seiten der Politik festgehalten und an die mündigen Bürger appelliert. Sie sollen durch ihr tägliches Engagement im Bestehenden fortfahren als sei nichts gewesen und es so erhalten.

Die Voraussetzung für das Begreifen der gesellschaftlichen Verhältnisse und damit der Erkenntnis von Möglichkeiten der Veränderung besteht in dem Studium der Bedingungen der individuellen Reproduktion und der Erkenntnis des Verhältnisses von Einzelnem und Allgemeinem. Nur hieraus kann eine Bestimmung für eine qua Vernunft bestimmte gesellschaftliche Ordnung, in der die Freiheit eines Jeden mit jedermanns Freiheit widerspruchsfrei zusammen bestehen kann, erfolgen. Im Sommersemester 2013 setzen wir daher die Lektüre von Band 1 von „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ mit dem 12. Kapitel über „Teilung der Arbeit und Manufaktur“ fort.

Interessierte – auch Neueinsteiger – sind in unserem Lektüre- und Interpretationskurs herzlich willkommen.

Ein Kurs der MASCH-Hochschulgruppe.

Kontakt: Dr. Michael Löbig, 
Termin: jeden Montag, ab 15.o4.2o13, 19.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), 1. Stock, Raum 1o2


Alle Veranstaltungen an der Universität Hamburg sind Veranstaltungen der MASCH-Hochschulgruppe.

Die Veranstaltungen im Pferdestall (Universität Hamburg, Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften, Allendeplatz 1, 2o146 Hamburg) und im WiWi-Bunker (Uni Hamburg, Von-Melle-Park 5) sind für RollstuhlfahrerInnen zugänglich.


Hinweise:
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